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apo­dik­tisch

Das Adjektiv apodiktisch entstammt dem spätlateinischen Wort apodicticus (beweiskräftig) und bedeutet im Deutschen so etwas wie unmittelbar evident, also etwas das unwiderlegbar oder  unumstößlich bzw. zweifellos ist. Ein apodiktischer Sachverhalt duldet ebenfalls keinen Widerspruch. Weitere Synonyme sind unter anderem bestimmt, eindeutig, dezidiert, unmissverständlich oder unwiderlegbar.

Kann es jemals ein apodiktisches Argument geben? – Nicht wirklich, denn ein Argument zeichnet sich durch Subjektivität aus. Kann es denn je objektive Argumente geben, so lange sie von Menschen genutzt werden?

Aber so allgemein hat selbst Hume den Empirismus nicht gemacht, um auch die Mathematik darin einzuschließen. Er hielt ihre Sätze für analytisch, und, wenn das seine Richtigkeit hätte, würden sie in der Tat auch apodiktisch sein, gleichwohl aber daraus kein Schluß auf ein Vermögen der Vernunft, auch in der Philosophie apodiktische Urteile, nämlich solche, die synthetisch wären, (wie der Satz der Kausalität,) zu fällen, gezogen werden können.
– Immanuel Kant (1788), Kritik der praktischen Vernunft.

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