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Fatalismus

Fatalismus (der) bezeichnet ein Weltbild, bei dem alle Geschehnisse dem Schicksal zugeordnet werden, dem man machtlos gegenübersteht.

Zudem werden unter Fatalismus auch gottergebene („fatalistische“) Einstellungen, Ideen oder Äußerungen verstanden.

Das Gegenwort zu Fatalismus ist „Voluntarismus“, eine philosophische Lehre, die den Willen als Grundprinzip des Seins ansieht.

Das Substantiv ist seit dem 18. Jahrhundert belegt. Es handelt sich um eine Ableitung von dem lateinischen Substantiv fatum (der Götterspruch, die Weissagung, das Schicksal).

Als Anhänger des Fatalismus nimmt er alle Schicksalsschläge ohne Wiederwillen hin.

Sie stellt den Fatalismus als eine Form von Bequemlichkeit dar. Gegebenheiten werden dem Zufall überlassen, um ein aktives Handeln umgehen zu können.

Meine beiden Großväter hatten nicht viele Gemeinsamkeiten, bis auf eine kleine Holztafel auf der Fensterbank: „Rauchst‘, stirbst‘. Rauchst‘ net, stirbst a'“, stand darauf. In Holz geschnitzter Ausdruck eines Fatalismus, der einer Generation angemessen war, die auf Trümmern saß und gerade den Zweiten Weltkrieg überstanden hatte.
Gabriele Fischer, Leben oder leben lassen, Brandeins, 06/2006

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