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perfide

Das Adjektiv perfide (seltener: perfid) bedeutet „niederträchtig“ beziehungsweise „gemein“. In dem bildungssprachlichen Ausdruck schwingt eine besondere Schärfe mit. Als perfide können Taten und Personen bezeichnet werden. Besonders häufig werden (oft abstrakte) Dinge mit dem Begriff beschreiben. So kann etwa ein Plan, ein Machwerk oder ein Spiel perfide sein.

Das deutsche Wort geht auf das gleichbedeutende französische perfide zurück, welches sich aus dem lateinischen perfidus (treulos) ableitet.

Trotz seiner perfiden Natur verfügt er über einen gewissen Charme.

Um sich an der Affäre ihres Mannes zu rächen war ihr kaum ein Mittel perfide genug.

Mitt Romneys Umgang mit Kritik ist bemerkenswert. Zumindest versucht der Herausforderer von US-Präsident Barack Obama nicht platt, das Thema zu wechseln oder anderweitig abzulenken, wenn er angegriffen wird. Stattdessen folgt der Republikaner offenbar einer viel perfideren Strategie: Die eigenen Schwachpunkte kann man ruhig auch mal dem Gegner vorwerfen, besser noch in einem Atemzug für sich selbst als Stärke umdeuten.
Luther (2012), Outsourcer! Selber!, Zeit ONLINE US-Wahlblog.

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