transpirieren

Das schwache Verb transpirieren bedeutet „schwitzen“, also das Abgeben von Flüssigkeit durch die Poren der Haut. Entsprechend ist die Transpiration „der Schweiß“.  Analog zum menschlichen Schwitzen kann mit dem Begriff auch das Verdunsten von Wasser aus Pflanzen beschrieben werden. Mit den Stomata, kleinen Öffnungen auf der Oberfläche von Blättern und anderen Pflanzenteilen, aus denen das Wasser austritt, besteht auch eine entsprechende Analogie zu menschlichen Hautporen.

Herkunft des Begriffs transpirieren ist die Verbindung der lateinischen Vorsilbe trans- (durch-) mit dem Verb spirare (hauchen, atmen).

Sie transpirierte so stark, dass sich auf ihrer Bluse große dunkle Flecken unter den Achseln abzeichneten.

Sein stets unangenehm feuchter Händedruck war Resultat einer übermäßigen Neigung zur Transpiration. Glücklicherweise konnte sein Dermatologe das Problem beseitigen, wenn auch eine schmerzhafte Spritze dazu nötig war.

„Selbst im tiefsten Winter kann ich mich nicht dünn genug anziehen ohne dennoch schlimmer zu transpirieren als ein vollbehaarter sizilianischer Straßenbauarbeiter.“
Achim Achilles (2009), Alles im Fluss, veröffentlicht auf Spiegel Online am 20.02.2009.

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