Das Adjektiv dysfunktional bedeutet „nicht funktionsfähig“, „gestört“ oder „fehlgeleitet“.
Es beschreibt Systeme, Beziehungen oder Organe, die nicht so funktionieren, wie sie eigentlich sollten.
Zum Beispiel kann eine dysfunktionale Familie Konflikte und Kommunikationsprobleme haben, die das Zusammenleben erheblich belasten.
Ebenso kann man von einem dysfunktionalen Team sprechen, wenn es an Zusammenarbeit, Organisation oder Zielorientierung mangelt.
Das Antonym zu dysfunktional ist „funktional“.
Das Wort dysfunktional stammt aus dem Englischen dysfunctional, das wiederum aus dem griechischen Präfix dys- (miss-, schlecht-) und dem lateinischen functio (Tätigkeit, Aufgabe, Funktion, Leistung) gebildet wurde. Es wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts in die deutsche Sprache übernommen und wird vor allem in psychologischen, soziologischen und medizinischen Kontexten gebraucht.
Aussprache
Hörbeispiel:
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Lautschrift (IPA): [ˈdʏsfʊŋkt͡si̯oˌnaːl]
Verwendungsbeispiele
Nach der sechsten Trennung in einem Jahr erklärte der Psychologe dem Patienten, er zeige ein dysfunktionales Beziehungsmuster.
Die Kommunikation in der Abteilung war völlig dysfunktional, sodass viele Aufgaben liegen blieben.
Er sprach offen darüber, wie er in einer dysfunktionalen Familie aufgewachsen ist.
Das Projektteam arbeitete dysfunktional, da niemand wusste, wer eigentlich für was zuständig war.
Die Organisation war dysfunktional, weil niemand Verantwortung übernahm.
„Als Rudd in der vorigen Woche sein Amt entnervt hinschmiss, ging Gillard noch einen Schritt weiter, indem sie den Regierungsstil ihres früheren Vorgesetzten öffentlich als „chaotisch“ und „dysfunktional“ geißelte.“
– Jörg Schmilewski, Julia Gillard: Australiens Premier siegt und verliert doch, Die Zeit, 27.02.2012.
