• Synonym

    Ein Synonym ist ein Wort, das in einem bestimmten Kontext die gleiche Bedeutung hat wie ein anderes Wort. Im Sinne dieser Bedeutung kann Synonym auch als Adjektiv verwendet werden („Die Wörter sind synonym“). Das Gegenwort von Synonym ist „Antonym“.

    Synonym ist abgeleitet vom altgriechischen synōnymos, was „gleichnamig“ bedeutet.

    „Handy“ ist ein Synonym für „Mobiltelefon“.

    Mithilfe von Synonymen können Texte mit eintöniger Wortwahl vermieden werden.

    Seinen heutigen Namen erhielt die ehemalige „Supercrema“ 1964. Ein Jahr später kam das erste Nutella-Glas in Deutschland in den Handel. Seitdem ist die süße Nascherei das Synonym für Nuss-Nougat-Creme schlechthin. Eine Tatsache, die Ernährungsberatern bitter aufstößt.
    -Christian Röder, Nutella – zwei Drittel Zucker und ein Drittel Fett, Die Welt, 05.02.2014

     

  • Skepsis

    Das Substantiv Skepsis bezeichnet kritische Zweifel, Bedenken oder Misstrauen gegenüber etwas. Weitere Synonyme von Skepsis sind unter anderem „Einwand“, „Vorbehalt“ oder „Zurückhaltung“.

    Das Wort ist vom griechischen sképsis (Betrachtung, Bedenken) entlehnt.

    Neuen Erfindungen und technischen Fortschritten gegenüber zeigt sie immer eine gesunde Portion Skepsis.

    Seit dem Vorfall kostete es sie große Mühe, ihm Vertrauen statt Skepsis entgegenzubringen.

    Bierhoffs Skepsis kommt nicht von ungefähr. Die Aufblähung des Endrundenteilnehmerfelds von 16 auf 24 Mannschaften nimmt der Qualifikation jede Spannung. Für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird es nur darum gehen, wie früh sie sich für das Turnier vom 10. Juni bis 10. Juli 2016 qualifiziert.
    SUF, EM-Qualifikation: Deutschland gegen Lewandowski und Gibraltar, Welt Online, 23.02.2014

  • Quantitativ

    Das Adjektiv quantitativ bedeutet „die Quantität betreffend“, also die Anzahl, Größe oder Menge von etwas. Als Synonyme zu quantitativ könnten daher unter anderem „mengenmäßig“ oder „zahlenmäßig“ verwendet werden.  Das Gegenwort zu quantitativ ist  „Qualitativ“.

    Das Wort ist abgeleitet vom Nomen „Quantität“, von lateinisch quantitās (Größe, Menge) und wird ergänzt durch das Ableitungsmorphem –iv.

    Quantitativ gesehen ist das neue Herstellungsverfahren sehr vorteilhaft. Es wird jedoch befürchtet, dass die Qualität der Produkte durch das schnellere Verfahren abnehmen könnte.

    Um das Unternehmen zu retten, müssen quantitative Maßnahmen herangezogen werden. Die Geschäftsführung rechnet mit weiteren Einsparungen auf Personalebene.

    So erklären die Anwälte mit einer gewissen Süffisanz, dass es mit Sicherheit in vielen Privatsammlungen noch sehr viel Raubkunst gebe: „Quantitativ dürften die privaten und öffentlichen Sammlungen wesentlich mehr Raubkunst-Verdachtsfälle enthalten als bei Cornelius Gurlitt.“
    Nicola Kuhn, Neues zum Fall Gurlitt Cornelius Gurlitt tritt an die Öffentlichkeit – und eröffnet eine Website, Tagesspiegel.de, 17.02.2014

  • Qualitativ

    Das bildungssprachliche Adjektiv Qualitativ bedeutet „die Qualität betreffend“. Die Qualität ist die Beschaffenheit, beziehungsweise die Gesamtheit der charakteristischen Eigenschaften, einer Sache oder Person.

    Qualitativ ist auf das mittellateinische qualitativus zurückzuführen. Das Gegenwort zu qualitativ ist „quantitativ“ (die Menge betreffend).

    Qualitativ gesehen nehmen sich Marken- und die entsprechenden NoName-Lebensmittel häufig nichts.

    Die qualitativ hochwertigeren Artikel sind weitaus teurer.

    Nebenbei: Zwischen der Vorratsdatenspeicherung nach europäischem Muster und der Speicherpraxis der NSA besteht allenfalls ein quantitativer, aber kein qualitativer Unterschied.
    – Alexander Dix, Anlasslose Datensammlung: Vorratsdatenspeicherung ist überflüssig, Zeit Online, 08.02.2014

  • Illusorisch

    Das Adjektiv illusorisch bedeutet, dass etwas nur in der Illusion besteht. Es ist also demnach unrealistisch, utopisch oder irreal. Des Weiteren kann Illusorisch ausdrücken, dass etwas in Anbetracht gewisser Umstände zwecklos und unmöglich ist und sich daher erübrigt.

    Der Ausdruck ist auf das lateinische illusorius („täuschend“, „verspottend“) zurückzuführen.

    Als er die Menschenmasse sah, die zum Besichtigungstermin erschienen war, wurde ihm sofort klar, dass eine Zusage für die Wohnung illusorisch sei.

    Da das Taxi seit einer Stunde im Stau steht, ist es illusorisch noch pünktlich am Flughafen zu sein und den Flieger zu bekommen.

    Es ist illusorisch zu glauben, dass wir all unsere Interessen in einem einzigen Job befriedigen können. Und ich finde es auch wirtschaftlich hochriskant, sich komplett von einem Arbeitgeber abhängig zu machen.
    Johanna Bruckner, Plädoyer fürs Multijobbing: „Mit nur einem Job würde ich unruhig schlafen“, sueddeutsche.de, 12.02.2014.

  • Testimonial

    Im ursprünglichen Sinn ist ein Testimonial eine zu Werbezwecken verwendete Empfehlung eines zufriedenen Kunden, also eine Art Empfehlungsschreiben. Diese Empfehlungen können in text- oder bildlicher Form in Anzeigen, Prospekten oder in TV und Radio veröffentlicht werden.Im deutschsprachigen Raum wird unter einem Testimonial aber auch die für das Produkt werbende Person, häufig in Form von prominenten Persönlichkeiten, verstanden.

    Der Ausdruck wurde aus dem Englischen übernommen und bedeutet übersetzt „Zeugnis“ oder „Referenz“. Ursprünglich stammt der Ausdruck aus dem Spätlateinischen (testimonialis, zu Deutsch „zum Zeugnis dienend“).

    Immer wenn er in das Geschäft geht, um die bunten Kapseln zu kaufen, fühlte er sich so unwiderstehlich wie der umschwärmte Schauspieler, der als Testimonial für den Kaffee wirbt.

    Durch das Testimonial in der Zeitschrift kam sie auf die Idee, das neue Restaurant demnächst mal auszuprobieren.

    Zu den erfolgreichsten Werbekampagnen in der Geschichte von McDonald’s gehörten die Spots mit Heidi Klum, die bis 2010 Testimonial des Unternehmens war. Jene Frau, der die Medien regelmäßig vorwerfen, sie propagiere mit ihrer Sendung Germany’s next Topmodel ein übertriebenes Schlankheitsideal, warb für einen Konzern, der sein Geld mit fettreichen Hamburgern verdient.
    Elisabeth Raether und Tanja Stelzer, Kindermarketing: Süße Geschäfte, Die Zeit, 19.05.2013.

  • Ironie

    Ironie bezeichnet einen verdeckten, unterschwelligen Spott, bei dem ein Unterschied zwischen der wörtlichen und der eigentlichen, wirklichen Bedeutung besteht.

    Ironie ist auf das lateinische ironia, beziehungsweise das griechische eirōneía, zurückzuführen, was so viel heißt wie „geheuchelte Unwissenheit“ oder „Verstellung“.

    Sein Humor ist nicht immer einfach zu verstehen. Daher fragt man sich oftmals, welche seiner Aussagen ernst gemeint sind und welche aus purer Ironie bestehen.

    Ironischerweise predigt sie jeden Tag eine gesunde, ausgewogene Ernährung, isst selbst aber am liebsten Hamburger, Curry Wurst und Pizza.

    Ironie der Geschichte: Selbst der CIA-Mann Michael Morell, ebenfalls Mitglied der Expertengruppe, räumt in aller Offenheit ein, dass die Datensammelei der NSA „bisher keine entscheidende Rolle bei der Vereitelung irgendwelcher Terrorangriffe gespielt hat“.
    Frankfurter Allgemeine Zeitung, NSA-Debatte: Warten auf Obamas Geheimdienst-Reform, FAZ.net, 15.01.2014.

  • Rezension

    Eine Rezension ist eine kritische Besprechung eines Buches, Theaterstücks oder ähnlichem. Diese Besprechungen werden dann meist in Zeitungen oder Zeitschriften veröffentlicht. Aber auch als Erfahrungsberichte im Internet gewinnen Rezensionen mehr und mehr an Bedeutung.

    Anstelle von Rezension können auch Substantive wie „Beurteilung“, „Einschätzung“ oder „Kritik“ verwendet werden.

    Rezension wurde vom lateinischen recensio („Musterung“) abgeleitet.

    Die in der renommierten Tageszeitung erschienene Rezension zerriss die Inszenierung des Jung-Regisseurs in der Luft.

    Nachdem er die zahlreichen positiven Produktrezensionen bei dem Online-Versandhändler gelesen hatte, entschloss er sich zum Kauf des Fernsehers.

    Zunächst einmal ist die Anzahl der Menschen, die diese langen Rezensionen wirklich bis zum Ende lesen, überraschend gering. Meine Leser interessiert das kaum. Man darf den Einfluss der Kritiker also nicht überschätzen. Mich bringen sie nicht um den Schlaf.
    Daniel Rettig, Malcolm Gladwell: „Schwächen in Stärken verwandeln“, Zeit Online, 27.01.2014.

  • Symptom

    Das Substantiv Symptom wird häufig im Bereich der Medizin verwendet. Hier versteht man unter einem Symptom eine charakteristische Erscheinung für eine bestimmte Krankheit. Im Allgemeinen steht der bildungssprachliche Ausdruck für ein Anzeichen oder Kennzeichen einer – oftmals negativen – Entwicklung.

    „Anhaltspunkt“, „Merkmal“, „Indiz“ oder „Erkennungszeichen“ stellen Synonyme für Symptom dar.

    Symptom ist auf das griechische sýmptōma zurückzuführen, was so viel heißt wie „vorübergehende Eigentümlichkeit“ oder „zufallsbedingter Umstand“.

    Blasse Haut, Müdigkeit, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl sind klassische Symptome eines Eisenmangels.

    Das Einbrechen überhöhter Immobilienpreise ist oft ein erstes Symptom einer beginnenden Wirtschaftskrise.

    Der Patient schilderte seine Symptome. Durch diese spezifischen Merkmale konnte der Arzt schnell zu einer Diagnose finden.

    Und was ist mit den heterosexuellen Männern? Sie haben, abgesehen von den paar Vätermonaten, die Haartransplantation bekommen, die dank des Fußballtrainers Jürgen Klopp auf dem besten Weg ist, das männliche Pendant zur weiblichen Brustvergrößerung zu werden. Das ist die halbwegs amüsante Seite der Männerkrise. Weit beunruhigendere Symptome werden meist abgetan – oder verschwiegen.
    Elisabeth Raether, Tanja Stelzer, Not am Mann: Das geschwächte Geschlecht, Die Zeit, 12.01.2014.

  • Haute Couture

    Die Haute Couture bezeichnet die – besonders in Paris – für die Mode tonangebende, gehobene Schneiderkunst. Haute Couture Kleidungsstücke bestehen aus hochwertigen Materialien, werden individuell durch Handarbeit geschneidert und sind daher im obersten Preissegment zu finden.

    Der Ausdruck stammt aus dem Französischen und setzt sich aus dem Adjektiv haut („hoch“) und dem Substantiv couture („das Nähen“, „Schneidern“) zusammen.

    Sie stahl allen anderen die Show, als sie in diesem Traum von Haute Couture über den roten Teppich schwebte.

    Die neue Kollektion des Modedesigners beinhaltet sogar zwei Haute Couture Stücke, welche als Höhepunkt der Modenschau präsentiert wurden.

    Wenn Sie vor 20 Jahren in Ihre Bank gegangen sind, saß da ein Mann mit Blazer und Krawatte. Heute haben die eine tolle Jeans und vielleicht noch ein Hemd an, keinen Schlips, dafür Designersneakers. Mode ist ja nicht nur das, was bei einer Haute Couture Show über den Laufsteg läuft.
    Julia Hackober, „Mode ist nicht nur, was auf dem Haute-Couture-Laufsteg passiert“, Die Welt, 18.01.2014.