bigott

Das Adjektiv bigott bedeutet ursprünglich „scheinheilig“ bzw. „übertrieben und heuchlerisch glaubenseifrig“, „frömmelnd“. Es beschreibt Personen (und deren Verhalten), die sich in besonderem Maße bemühen, ihre religiöse Regeltreue und Gottesfurcht zu präsentieren. Dabei geht es mehr um das ängstliche, korrekte Verfolgen eines Ideals (etwa „der perfekte Christ“…) und den Eindruck nach außen, als um das Streben nach tatsächlicher Erfüllung im Glauben.

Inzwischen kann der Begriff auch für heuchlerisches Verhalten in anderem Kontext verwendet werden.

Das Wort wurde aus dem gleichbedeutenden französischen bigot entlehnt.

Mit ihrem bigotten Getue geht sie sogar dem Pastor auf die Nerven.

Jahrelang hielt er seine sexuelle Orientierung geheim, führte sogar eine nach außen hin harmonische Ehe. Nach der dramatischen Scheidung und seinem öffentlichen Bekenntnis reagierten die Fans überraschend verständnisvoll auf seinen bigotten Lebenswandel.

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