bigott

Das Adjektiv bigott bedeutet „scheinheilig fromm“ oder „übertrieben und heuchlerisch glaubenseifrig“.

Ursprünglich beschrieb bigott Personen, die sich besonders bemühen, ihre religiöse Regeltreue und Gottesfurcht zu präsentieren und dabei mehr Wert auf das korrekte Verfolgen eines Ideals (etwa „der perfekte Christ“) und den Eindruck nach außen legen als auf ihren eigentlichen Glauben.

Inzwischen kann der Begriff auch für heuchlerisches, scheinheiliges Verhalten in anderem Kontext verwendet werden.

Das Wort wurde aus dem gleichbedeutenden französischen bigot entlehnt.

Aussprache

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Lautschrift (IPA): [biˈɡɔt]

Verwendungsbeispiele

Die bigotte Doppelmoral der Figur im Roman wurde vom Autor gezielt überspitzt dargestellt.

Der Film kritisiert die bigotte Gesellschaft der 1950er Jahre, in der Scheinmoral wichtiger war als echte Menschlichkeit.

Die öffentliche Reaktion des Präsidenten wirkte so bigott, dass selbst seine treusten Anhänger die Achtung vor ihm verloren.

Mit ihrem bigotten Getue geht sie sogar dem Pastor auf die Nerven.

Jahrelang hielt er seine sexuelle Orientierung geheim und betonte bei jeder Gelegenheit, wie harmonisch und erfüllend seine Ehe sei. Nach der dramatischen Scheidung und seinem öffentlichen Bekenntnis reagierten die Fans überraschend verständnisvoll auf seinen vormals bigotten Lebenswandel.

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