Bourgeoisie

Die Bourgeoisie war im deutschen Sprachgebrauch zunächst eine allgemeine und eher wertfreie Bezeichnung für das gehobene Bürgertum.

Mitte des 19. Jahrhunderts etablierten Marx und Engels das Wort als Terminus für die herrschende bürgerliche Klasse, also jene, die nach Marx über die Produktionsmittel verfügt.

Bis heute hat der Begriff der Bourgeoisie einen leicht abwertenden Beiklang.

Aussprache: [bʊrʒo̯aˈziː], also etwa [Burschwasie].

Herkunft des Wortes ist das französische bourgeoisie (Bürgertum).

Die Kehrseite des Haussmann’schen Stadtumbaus sind die Enteignungen und Abrisse zahlloser Häuser, die beinahe gewaltsame Vertreibung ihrer Mieter, der „kleinen Leute“, und die Inbesitznahme der inneren Stadt durch die neureiche Bourgeoisie. Die heutige „Gentrification“ ist dagegen ausgesprochen harmlos.
Bernhard Schulz (2010), Wie Paris zur Weltstadt wurde, ZEIT Geschichte, 29.11.2010.

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