Charta

Eine Charta ist ein grundlegendes Schriftstück, das zentrale Prinzipien, Rechte oder Vereinbarungen festhält und häufig als rechtliche oder politische Grundlage dient.

Eine Charta kann die Verfassung oder das Gründungsdokument einer Organisation sein. So ist die Charta der Vereinten Nationen der völkerrechtliche Vertrag, mit dem die UNO 1945 ins Leben gerufen wurde. Sie legt Ziele, Prinzipien und Strukturen der Organisation verbindlich fest.

Weiterhin wird der Begriff auch für Satzungen, Selbstverpflichtungen oder ethische Kodizes verwendet, insbesondere bei nichtstaatlichen Organisationen, Unternehmen oder Vereinen. Der Ausdruck betont dabei oft den programmatischen oder grundlegenden Charakter des Dokuments.

Das Substantiv ist entlehnt vom lateinischen charta (Karte). Schon im Mittelalter bezeichnete eine Charta häufig eine Urkunde, die bestimmte Rechte, Lehen oder Privilegien festschrieb.

Aussprache

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Lautschrift (IPA): [ˈkaʁta]

Verwendungsbeispiele

Trumps Friedensrat veröffentlichte kürzlich seine Charta für internationale Konfliktlösungen.

Die Königin hat die Charta bereits unterzeichnet.

Sie argumentiert, das Land verstoße mit seinem Handeln gegen die Charta der Vereinten Nationen.

Die aktuelle Charta des Vereins umfasst 134 Seiten.

Urbanisierung ist ein entscheidender Faktor für Wirtschaftswachstum. Und eine Charter City ist eine Stadt vom Reißbrett, eine Großstadt, die mit einem Gründungsvertrag, einer Charta, beginnt.
– Paul Romer, Der Stadt-Plan, Brandeins, Brandeins, 10/2009

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