Dichotomie

Das Substantiv Dichotomie (die) bedeutet „Zweigliedrigkeit“,“Zweiteilung“ oder „Aufspaltung in zwei einander gegenüberstehende, sich ausschließende Teile“.

Eine Dichotomie ist die Aufteilung einer Struktur, eines Systems oder eines Sachverhaltes in genau zwei Teile. Entscheidend ist dabei, dass es zwischen beiden Teilen keine Schnittmenge gibt.

Dabei stehen die beiden Teile meist in einem Gegensatzverhältnis, wie zum Beispiel:

  • „gut“ und „böse“
  • „rational“ und „emotional“
  • „Körper“ und „Geist“.

Neben der allgemein bildungssprachlichen Verwendung findet man den Ausdruck Dichotomie speziell auch in der Mathematik (ganze Zahlen können beispielsweise in gerade und ungerade Zahlen aufgeteilt werden), Astronomie und Psychologie. Auch in der Botanik wird der Begriff verwendet und beschreibt dort, dass sich die Sprossachse einer Pflanze in zwei Teile aufzweigt.

Die zugehörigen Adjektive lauten dichotom oder dichotomisch.

Der Begriff geht auf das griechische dichotomía zurück, welches ebenfalls „Zweiteilung“ bedeutet.

Verwendungsbeispiele

Zwischen den beiden Denkschulen bestand eine Dichotomie, die zu einem unüberwindbaren Konflikt führte.

Moderne Gesellschaften hinterfragen zunehmend die Dichotomie zwischen Mann und Frau.

In der Philosophie von Descartes zeigt sich eine klare Dichotomie zwischen Körper und Geist.

Die Darstellung als einfache Dichotomie greift oft zu kurz, wenn es um komplexe soziale Fragen geht.

Die Dichotomie zwischen Gut und Böse ist ein zentrales Motiv vieler Mythen.

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