legitim

Das Adjektiv legitim stammt vom gleichbedeutenden lateinischen legitimus ab. Beide Begriffe beschreiben rechtmäßige bzw. im Rahmen der Gesetze erlaubte und berechtigte Sachverhalte. Eine ältere Verwendung ist die Beschreibung von ehelichen Kindern als legitim. Im heutigen Sprachgebrauch kann es jedoch auch für folgende Synonyme verwendet werden:  allgemein anerkannt, vertretbar, vernünftig/ berechtigt und moralisch einwandfrei.

Sich der Verantwortung für mediale Inhalte auf Websiten mit Videostreams zu entziehen ist aufgrund der exponentiellen Expansion an Inhalt und dem immer größeren Verlust der Übersichtlichkeit im Internet absolut legitim.

Auch dort wird versucht, das Reale mit dem Unmöglichen zu beschreiben. Im Prinzip ist das derselbe Vorgang, nur kann man die Ableitungen aus Annahmen des mathematischen Modells, das ja nichts anderes ist als ein fiktiver Idealzustand, nicht im Experiment mit der Wirklichkeit verbinden, so, wie es die Naturwissenschaften können. Schon aus diesem Grund ist es legitim zu bezweifeln, dass man in der Volkswirtschaft überhaupt Mathematik einsetzen darf.
Oliver Link (2011), Die Welt lässt sich nicht berechnen, brand eins 11/2011. 

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