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marginal

Das Adjektiv marginal entstammt dem lateinischen Begriff margo (Rand). Im heutigen Sprachgebrauch sind marginale Dinge oder Sachverhalte solche, die am Rande liegen oder von nur geringfügiger bzw. von nicht unmittelbarer Bedeutung sind. Im Kontext der Psychologie oder Soziologie sind marginale Sachverhalte in einer Grenzstellung befindlich bzw. nicht eindeutig einem bestimmten Bereich zuzuordnen.

Die häufigste Verwendung ist wohl die, wenn über marginale Mengen gesprochen wird. Damit werden dann meist Abweichungen oder Toleranzen bzw. Grauzonen,  die kaum Einfluss auf den Gesamteindruck oder das Ergebnis haben, beschrieben.

Die Abweichungen der Volkszählungen im Vergleich zu den gemeldeten Personen in der Stadt waren so marginal, dass diese vermutlich aus Eingabefehlern seitens des Meldeamtes resultierten.

„Wenn man dann ein bisschen länger nachdenkt, kommt man auf interessante Dinge“, sagt der Tüftler, „und meine Gedanken kreisen halt immer um Plattenspieler.“ Dass die analoge Technik nahezu ausgereizt ist, ist ihm bewusst. „Ich bin am Ende der Fahnenstange angelangt. Wenn es jetzt noch besser werden soll, sind die Unterschiede marginal. Und jeder noch so kleine Schritt wird ganz teuer.“
– Andreas Molitor (2011), Freddy soll nicht schwanken, brand eins 12/2011.

Welch riesiges Glück kommt auf uns zu angesichts unserer Demografie. Zusätzlich gibt es vermutlich Bonuszahlungen von etwa 20.000 Dollar für Single-Senioren und 100.000 für Kinderlosigkeit. Wenn wir noch den Faktor Vergesslichkeit mit etwa 20.000 Glücksdollar beziffern, kommen wir auf eine großartige Summe. Rund 200.000 Dollar jährlich verdienen unsere Alterskrösusse an der Fun-Börse. Soll da noch ein marginaler Betrag wegfallen wegen körperlicher Gebrechen, es bleibt ein Menge über. Und da soll noch einer sagen, die Wissenschaft sei eine trockene Angelegenheit.
Alfred Dorfer (2012), Glücklich ist wer vergisst, Zeit Online 25.04.2012. 

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