Paradigma

Ein Paradigma (das) ist im alltäglichen Sprachgebrauch meist ein exemplarisches, breite Anerkennung findendes Muster. Das zugehörige Adjektiv paradigmatisch bedeutet „beispielhaft“.

Das Wort kann verwendet werden, um auf Theorien, Maßgaben oder Denkschemata hinzuweisen, insbesondere dann, wenn diese von allgemeiner Akzeptanz oder zumindest Gültigkeit geprägt sind.

Wird ein Paradigma obsolet, kann es durch ein anderes ersetzt werden. So kann beispielsweise ein Regierungswechsel, der mit einem Wechsel der politischen Ausrichtung der Regierung verbunden ist, als Paradigmenwechsel bezeichnet werden.

Die Herkunft des Begriffs liegt im griechischen parádeigma (Muster, Modell, Beispiel).

Das Paradigma streng hierarchisch aufgebauter interpersoneller Beziehungen hat ausgedient.

Der Austausch des Trainers brachte einen abrupten Paradigmenwechsel mit sich, auf den sich die Spieler erst einstellen mussten.

Die Versuche, die Inflation über die Geldmenge zu steuern, scheiterten daher. Makroökonomen verbannten daraufhin das Geld aus ihren Modellen – die Notenbanken sollten die Wirtschaft über die Zinsen steuern, lautete das neue Paradigma.
Norbert Häring (2011), Die Rückkehr des Monetarismus, Zeit Online 20.12.2011.

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