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ad acta

Die Redewendung ad acta bedeutet sinngemäß, dass etwas abgelegt (zu den Akten gelegt) wird. Diese Redewendung wird immer dann verwendet, wenn etwa eine besonders lästige Angelegenheit als erledigt betrachtet werden kann.

Die Redewendung setzt sich aus den lateinischen Wörter ad (zu, nach) und acta (Handlung, Protokoll, Akte) zusammen.

Beide Nachbarn hatten im Laufe der Zeit immer wieder durch massive Angriffe mit toxischen Flüssigkeiten auf die Flora im Garten des jeweilig anderen ihren Nachbarschaftsstreit untermauert. Als jedoch bekannt wurde, dass eine Autobahn 200m weiter südlich ihrer Grundstücke geplant ist legten sie ihren Kleinkrieg ad acta und kämpften nun gemeinsam gegen das Autobahnprojekt.

„Aber dann habe ich gemerkt, dass ich nicht weit komme, wenn ich das neben dem Studium als Hobbyprojekt betreibe“, erinnert sich Pohl, „mit Leuten, die nur so lange mitmachen, wie es nicht zu viel Zeit in Anspruch nimmt.“ Frustriert legte er das Vorhaben ad acta. Und er fasste einen Entschluss: „Wenn ich so etwas noch einmal mache, dann richtig.“
Andreas Molitor (2011), Vergesst Sezuan – schaut nach Horb!, brand eins 03/2011.

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