Bredouille

Bredouille (die) bedeutet „verlegene Lage“, „unangenehme Situation“ oder „Bedrängnis“.

Eine Bredouille ist also eine schwierige oder peinliche Situation, aus der man nicht so leicht wieder herauskommt.

Der Ausdruck entstammt dem französischen bredouille (mit leeren Händen) bzw. être bredouille (bei einem Spiel völlig gescheitert sein).

Es ist vermutlich als Ausdruck für eine Spielsituation im Brettspiel Trictrac, dem Vorläufer des heutigen Backgammon, ins Deutsche gelangt. Eine Bredouille im Trictrac liegt dann vor, wenn einer der Spieler besonders stark im Vorteil ist und der verlierende Spieler das Nachsehen hat.

Aussprache

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Lautschrift (IPA): [bʁeˈdʊljə]

Verwendungsbeispiele

Als sie ihn auf seine Lüge ansprach, kam er richtig in die Bredouille.

Wenn das Projekt nicht rechtzeitig fertig wird, geraten wir in eine echte Bredouille.

Er war in der Bredouille, weil er beiden Parteien widersprochen hatte.

Ich wollte ihr nicht absagen, aber ich hatte schon einen anderen Termin – das war eine Bredouille.

Bisher lief es immer gut, aber die letzte Fehlinvestition hat uns wirklich in eine finanzielle Bredouille gebracht.

Als Karl-Theodor zu Guttenberg mit seiner Doktorarbeit in die Bredouille geriet, stützte ihn die Bundeskanzlerin mit einem schönen Satz: Sie habe keinen wissenschaftlichen Mitarbeiter, sondern einen Verteidigungsminister ins Kabinett berufen.
Matthias Geis (2013), Amt ohne Titel, DIE ZEIT, 7.2.2013 Nr. 07.

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