errare humanum est

Die Redewendung errare humanum est bedeutet „Irren ist menschlich“.

Sie stammt aus dem Lateinischen und setzt sich zusammen aus errare „(sich) irren“, humanus „menschlich“ und esse „sein“.

Der Ursprung der Redewendung liegt in den Schriften des Theologen und Kirchenvaters Sophronius Eusebius Hieronymus (Hieronymus; Seneca, Epistulae morales VI,57,12; Cicero, Orationes Philippicae 12,2), in denen es wie folgt heißt:

„Errare humanum est, sed in errore perseverare diabolicum.“
(Irren ist menschlich, aber im Irrtum zu verharren ist teuflisch.)

Heutzutage wird nur noch das verkürzte Sprichwort genutzt, um zu verdeutlichen, dass Fehler im Menschsein verankert und somit natürlich sind.

Schüler: „Entschuldigung, ich habe Sie in diesem Punkt missverstanden“
Lehrer: „Errare humanum est. Gut, dass wir das aufgeklärt haben.“

Ist eine Fünf in Latein wirklich so schlimm? Errare humanum est, Irren ist menschlich. So eine kleine Fünf ist die Ein-Mann-Revolution gegen die universitäre Übermacht, der gestreckte Stinkefinger gegen eine tote Sprache.
Spiegel Online.

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