Konfekt

Das Substantiv Konfekt (das) bezeichnet „feine Süßwaren“, „Pralinen“ oder „süßes Kleingebäck“.

Unter Konfekt versteht man im Deutschen vor allem kleine, fein zubereitete Süßigkeiten: Pralinen, kandierte Früchte, Marzipanstücke, Fondants und ähnliche Köstlichkeiten.

Der Begriff hat dabei einen gehobenen Klang und ruft Bilder von kunstvoll gefüllten Schachteln und festlichen Anlässen hervor.

In Österreich und der Schweiz wird Konfekt auch als Sammelbegriff für Kleingebäck verwendet, etwa für Plätzchen oder Petit Fours.

Hintergrund

Konfekt stammt aus der Apothekersprache. Im Mittelhochdeutschen (14./15. Jahrhundert) bezeichnete confect zubereitete Arzneien, die oft mit Honig, Zucker oder Sirup haltbar gemacht wurden. Da diese Zubereitungen süß schmeckten, verschwamm mit der Zeit die Grenze zwischen Medizin und Naschwerk. Seit dem 16. Jahrhundert wird Konfekt in seiner heutigen Bedeutung als Süßware verwendet.

Das Wort geht auf das mittellateinische confectum (das Zubereitete) zurück, das substantivierte Partizip von conficere (zubereiten, fertigmachen). Dieses setzt sich zusammen aus con- (zusammen) und facere (machen, tun).

Aussprache

Lautschrift (IPA): [kɔnˈfɛkt]

Verwendungsbeispiele

Zu Ostern stellte die Konditorei ihr beliebtestes Konfekt ins Schaufenster: Marzipaneier mit Pistazien und kandierte Orangenscheiben in dunkler Schokolade.

Auf dem Salontisch stand eine silberne Schale mit erlesenem Konfekt, an der sich die Gäste nach dem Kaffee bedienten.

In der Schweiz versteht man unter Konfekt vor allem feines Kleingebäck, wie es traditionell zur Weihnachtszeit gebacken wird.

Die kleine Confiserie am Marktplatz war für ihr handgemachtes Konfekt weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt.

Wer hätte gedacht, dass Konfekt einmal als Medizin galt, bevor es zur süßen Versuchung wurde?

Kostenlos abonnieren und jeden Tag ein neues Fremdwort lernen

Erhalten Sie mit unserem kostenlosen Newsletter jeden Morgen das Wort des Tages zugeschickt. Sie können sich jederzeit wieder abmelden. Ihre Daten werden nicht zu Werbezwecken an Dritte weitergegeben.