Melancholie

Melancholie (die) ist ein Gemütszustand, der von außerordentlicher Niedergeschlagenheit oder Traurigkeit geprägt ist. Der Ausdruck wird insbesondere dann verwendet, wenn es für diese „tiefe schmerzliche Verstimmung“ (S. Freud) keinen konkreten Anlass gibt.

Der Begriff geht (wie etwa auch das bereits vorgestellte Adjektiv phlegmatisch) auf die Viersäftelehre des Hippokrates von Kos zurück. Dieser beschrieb die melancholia als schwarze Galle, die als einer der vier Körpersäfte – wenn im Überschuss vorhanden – zu Schwermut führt.

Er wurde von anhaltender Melancholie erfasst.

Die Zuschauer lachten, und manchmal weinten sie auch vor Freude, aber stets schwebte eine Melancholie über Hüschs Erzählungen. Heimeligkeit wurde im Keim erstickt. Seine Geschichten vom Niederrhein waren „endlose Trauermärsche in Dur“, so hat er es selbst einmal gesagt.
Andreas Molitor, Der Alltagschronist, brand eins Wissen.

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