melodramatisch

Das Adjektiv melodramatisch bedeutet „übertrieben gefühlvoll“, „übertrieben feierlich“ oder „gekünstelt“. Es ist damit ein Synonym zu „theatralisch“ und „pathetisch“.

Als melodramatisch kann man übertrieben wirkendes Gebaren beschreiben, beispielsweise gespielt wirkende, emotionale Ausbrüche. In diesem Sinne wird der Ausdruck oft negativ konnotiert und ironisch verwendet.

Weiterhin kann sich der Begriff melodramatisch auch auf das Melodrama beziehen, d.h. speziell rührselige Filme und Theaterstücke mit übertriebenem Pathos beschreiben.

Die Wortherkunft ist mit der des Melodramas identisch. Aus dem Griechischen stammen μέλος (melos), was „Lied“ oder „Sprachmelodie“ bedeutet, sowie δρᾶμα (drama), was „Handlung“ oder „Schauspiel“ bedeutet.

Verwendungsbeispiele:

Durch die hohe Tonlage wirkte ihr Schrei noch melodramatischer.

Er kann nicht sachlich argumentieren und spielt die Opferrolle bei jedem Beziehungskonflikt so melodramatisch, dass man ihn fast – aber nur fast – dafür bewundert.

Wer es auf der Bühne zu melodramatisch treibt, riskiert ein genervtes Publikum.

Immer heißt es, es sei bei mir alles zu emotional, zu gefühlig, die Sprache zu blumig, alles zu melodramatisch.
Nino Haratischwili – Die Zeit.

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