nonchalant

Das Adjektiv nonchalant bedeutet „lässig“, „ungezwungen“.

Nonchalant beschreibt ein Verhalten, bei dem jemand unbekümmert oder scheinbar unbeeindruckt auftritt, selbst in angespannten oder ernsten Situationen. Dabei kann die Haltung sympathisch-souverän wirken oder auch arrogant und herablassend, je nach Kontext.

Das Adjektiv nonchalant stammt direkt aus dem französischen nonchalant (gleichgültig, unbekümmert), abgeleitet vom Verb nonchaloir (sich nicht kümmern). Es geht zurück auf das lateinische calere (heiß sein, übertragen: beunruhigt sein).

Aussprache

Entsprechend der Herkunft folgt auch die Aussprache dem Französischen, ins Deutsche übertragen etwa [nonschalah] bzw. bei attributivem (ein Nomen beschreibenden) Gebrauch [nonschaland].

Hörbeispiel (attributiv):  Lautsprechersymbol Aussprache anhören
Lautschrift (IPA): [ˌnɔ̃ʃaˈlɑ̃ː], [ˌnɔ̃ʃaˈlant]

Verwendungsbeispiele

Sie hielt eine souveräne Ansprache und ging nonchalant über die gelegentlichen Zwischenrufe hinweg.

Mit seiner nonchalanten Art kam er nicht bei allen Kollegen gut an.

Mit einer nonchalanten Geste wischte sie das Thema beiseite.

Er betrat den Raum so nonchalant, als gehöre ihm alles.

Sein nonchalantes Verhalten wirkte auf manche charmant, auf andere provokant.

Obwohl er spät kam, begrüßte er alle nonchalant und setzte sich, als sei nichts gewesen.

Das Wir, welches sich Obama nonchalant von Immanuel Kant und Martin Luther King zugleich auslieh, lieferte dazu genug Zitate. Ein Präsident, bemüht, uns einen Weg aus der Unmündigkeit zu zeigen.
Andreas Öhler (2013), Wenn ein Präsident träumt, ZEIT ONLINE, 19.06.2013.

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