Ein Pyrrhussieg (der) ist ein Erfolg, der teuer erkauft bzw. mit vielen Opfern verbunden ist.
In Summe oder auf längere Sicht betrachtet ist ein Pyrrhussieg also eher ein Fehlschlag als ein Triumph.
Beispiel: Wenn eine Fußballmannschaft ein Spiel gewinnt, die beste Spielerin sich dafür aber so verausgabt, dass sie die folgenden Spiele ausfällt, ist das ein Pyrrhussieg.
Hintergrund
Die Bezeichnung geht auf den griechischen König Pyrrhus (oder griechisch: Pyrrhos) zurück. Dieser gewann im Pyrrhischen Krieg (280 – 275 v. Chr.) in Unteritalien mehrere Schlachten gegen das Römische Reich. Diese Siege waren aber immer mit großen Verlusten verbunden und seine geschwächte Armee musste sich letztlich geschlagen geben.
Pyrrhus soll gesagt haben: „Noch so ein Sieg und ich bin verloren“.
Aussprache
Lautschrift (IPA): [ˈpʏʁʊsˌziːk]
Verwendungsbeispiele
Der Konzern errang einen Pyrrhussieg im Preiskampf, verlor aber seine Marktstellung auf lange Sicht.
Ihr Triumph im Machtkampf innerhalb der Partei war ein Pyrrhussieg, denn das Vertrauen der Basis war dauerhaft beschädigt.
Das Urteil war ein Pyrrhussieg für den Kläger. Zwar gewann er, doch der Ruf seiner Firma war ruiniert.
Auch wenn sie die Bachelorarbeit mit einer guten Note bestanden hatte, kam es ihr wie ein Pyrrhussieg vor, weil sie drei Monate ihr komplettes Privatleben geopfert und so mehrere Freunde verloren hatte.
Die Stahlarbeiter im Ruhrgebiet können den Kampf gegen die Konzerne nicht gewinnen, sondern nur einen Pyrrhussieg erringen.
– Die ZEIT ONLINE (1987): „Blick nach vorn im Zorn“. 18.12.1987
