quo vadis?

Der bildungssprachliche Ausdruck quo vadis wird meist als Ausdruck der Skepsis und Besorgnis verwendet. Dem entsprechend bedeutet er so viel wie „Wohin wird das führen?“ oder „Wie soll das weitergehen?“

Die Phrase stammt aus dem Lateinischen und bedeutet wörtlich übersetzt „wohin gehst du?“. Sie findet ihren Ursprung im Johannesevangelium 13, 37 in einem Gespräch zwischen Simon Petrus und Jesus.

Als er die Ereignisse des letzten Jahres Revue passieren ließ, wurde er nervös und überlegte – quo vadis? Wird er seine Erfolge noch steigern können, oder wird er irgendwann auf den harten Boden der Realität zurückgeholt werden?

Die Konferenz steht ganz unter dem Motto: quo vadis? Die Teilnehmer sollen Konzepte erarbeiten, um die Zukunft des Unternehmens zu sichern.

Wie wird das Europa der Zukunft aussehen?, drängeln Eltern, Lehrer, Intellektuelle. Mit dem immer gleichen zukunftsnostalgischen Heimwehgesicht spulen sie ihre zum Klischee verkommenen Fragen ab: In was für einem Europa wollen wir leben? Wo bleiben Grenzen, Identität, das Narrativ? Erinnerungsorte, die Öffentlichkeit, der geteilte kulturelle Raum? Quo vadis, Europa?
Nina Petrus, Mantras und Mahnungen, Die Zeit, 02/2014

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