Anhedonie

Das Substantiv Anhedonie bedeutet Lustlosigkeit im weitesten Sinne.

Es wird im sexualtherapeutischen Bereich zum Beschreiben der sexuellen Lustlosigkeit genutzt, kann aber – gerade im psychiatrischen Kontext – auch die völlige Unfähigkeit, Lust oder Freude an irgendetwas zu empfinden, meinen.
Im Zusammenhang mit Depressionen spielt dieser Begriff als Diagnosekriterium eine entscheidende Rolle.

Das Substantiv stammt aus dem Griechischen ἀν (an (nicht)) und ἡδονή (hēdonḗ (Lust)).

Auch noch Monate nach dem schrecklichen Unfall, litt der Patient an generalisierter Anhedonie und war kaum für Reize empfänglich.

Es ist zu klären, ob seine fehlenden Qualitäten als Liebhaber oder ihre generelle Anhedonie der Grund für das erkaltete Liebesleben ist.

Die Genusstherapie zielt auf die Überwindung der „Anhedonie„: der Unfähigkeit, Freude und Lust zu empfinden. Denn wer depressiv ist, hat oft verlernt, schöne Gerüche oder Wohlklang wahrzunehmen.
Spiegel online, Annette Bruhns, Ansgar Mertin und Thomas Reintjes, „Was der Seele guttut“, 22.02.2011

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