Malheur

Der Begriff Malheur (das) bedeutet umgangssprachlich „Missgeschick“.

In der Regel meint man mit einem Malheur heute ein kleines Unglück, das nicht sehr folgenschwer ist, aber die betroffene Person in eine unangenehme, peinliche Lage bringen kann. Ein Malheur ist dabei kein Dauerzustand, sondern ein Ereignis. Ein typisches Beispiel für ein Malheur ist, sich kurz vor einem wichtigen Termin das weiße Hemd mit Kaffee zu bekleckern.

Zudem ist das Wort eine veraltete Bezeichnung für „Unglück“ oder „Unfall“.

Der Begriff wurde aus dem Französischen entlehnt und ist eine Zusammensetzung aus mal, was vom lateinischen malus (schlecht) und dem altfranzösischen heur (Geschick,Glück) herrührt.
Das Wort heur hat seinen Ursprung wiederum im lateinischen augurium, was „Vorzeichen“ bedeutet.

Aussprache

Lautschrift (IPA): [maˈløːɐ̯]

Verwendungsbeispiele

Weil es während der Prüfung nicht erlaubt war auf die Toilette zu gehen, wäre ihr fast ein Malheur passiert.

Hummels sensible Reaktion auf sein zweites Eigentor im DFB-Trikot nach einem ähnlichen Malheur in der EM-Qualifikation 2015 in Schottland – da gewann Deutschland aber noch 3:2 – zeigt, wie sehr er auf die neue Chance bei Joachim Löw gewartet hat.
– Die ZEIT Online (2021): „Hummels: „Niederlage schmerzt uns sehr und mich besonders“ 16.06.2021.

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