Stigmatisierung

Das bildungssprachliche Substantiv Stigmatisierung ist dem Bereich der Soziologie zuzuordnen.

Es beschreibt einen Prozess, bei dem Menschen andere Individuen oder Gruppen in eine bestimmte (negative bewertete) Kategorie einordnen. Dies geschieht durch Zuschreiben von diskreditierbaren Merkmalen und Eigenschaften oder durch Herabwürdigen bereits vorhandener (sichtbarer) Merkmale und Eigenschaften.

Stigmatisierung ist aus dem Altgriechischen über das Substantiv Stigma (Stich, Wundmal) herzuleiten.

Die Stigmatisierung von Religionsbündnissen nimmt in der heutigen Welt immer mehr zu und stellt so oftmals ein gesellschaftlich-relevantes Diskussionsthema dar.

Arbeitslose Personen werden häufig über einen Kamm geschert. Im Rahmen der Stigmatisierung werden ihnen Attribute wie “Faulheit” oder “Ausnutzung des Staates” zugeschrieben.

Ansonsten sieht das Gerät mit seinem 4,5 Zoll großen Display weniger klobig aus als man von einem Senioren-Handy befürchten könnte, auch wenn es alleine aufgrund des verstärkten Rahmens durchaus robust wirkt. „Stigmatisierung ist für viele ältere Menschen ein Problem. Nicht jeder fühlt sich wohl damit, mit einem Uralt-Handy im Café zu sitzen“, sagt Pupeter.
Eike Kühl, Auch Opa verdient ein smartes Handy, Zeit Online, 02.03.2015

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