Zölibat

Der (auch: das) Zölibat ist eine Verpflichtung zur Ehelosigkeit und sexuellen Enthaltsamkeit. Diese ist etwa für Kleriker der katholischen Kirche und einiger anderer christlicher Konfessionen obligatorisch, kann ansonsten aber auch – ebenfalls meist mit religiösem Hintergrund – selbst auferlegt sein. Neben dem Christentum findet sich der Zölibat auch im Hinduismus und einigen Strömungen des Buddhismus.

Der deutsche Begriff wird in dieser Schreibweise seit dem Ende des 19. Jahrhunderts verwendet, nachdem er bereits im 16. Jahrhundert aus dem lateinischen caelibatus (Ehelosigkeit) entlehnt wurde und zunächst in verschiedenen, sich eng am lateinischen Ursprung orientierenden Schreibungen auftauchte.

Sinn und Unsinn des Zölibats wird auch innerhalb der katholischen Kirchen kontrovers diskutiert.

Früher war bekanntlich vieles anders, aber das wenigste besser. Früher herrschte zum Beispiel beim Fußball strenges Zölibat, der Spielermann durfte die Spielerfrau vor dem Spiel nicht sehen – nicht einmal bekleidet, nicht einmal seine eigene.
Tina Hildebrandt (2012), Über Europameisterinnen, ZEITmagazin, 5.7.2012 Nr. 28.

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