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philanthropisch

Das Adjektiv philanthropisch entstammt dem griechischen philánthrōpos und beschreibt die Menschenfreundlichkeit. Somit kann damit zum Ausdruck gebracht werden, dass jemand besonders menschenfreundlich handelt oder denkt. Die ursprüngliche Bedeutung erweiternd, werden heutzutage auch wohltätige und gemeinnützige Denkweisen und Sachverhalte als philanthropisch bezeichnet.

Wenn also eine Denkweise oder eine Handlung als wohltätig oder als Projekt für die Menschen gesehen wird, so kann philanthropisch als Kompliment für die Verantwortlichen verwendet werden.

Auch Facebook lerne dazu. Am bemerkenswertesten aber habe sich, so Eck, Microsoft gemacht – und das nicht nur, weil Bill Gates und seine Frau Melinda sich mit ihrer philanthropischen Stiftung einen guten Ruf erarbeitet hätten.
– Ulf J. Froitzheim (2011), Dallas Digital, brand eins 09/2011

Auch der hohe Erlös der Spenden für die Kinderhilfsprojekte war ein weiteres Indiz für den rein philanthropischen Charakter der Spendengala.

Ohne nicht auch mal die eigenen Maximen und philanthropischen Denkweisen zu ignorieren, würde es uns vielleicht schwerer fallen, Missstände in der Gesellschaft zu verstehen.

monetär

Das Adjektiv monetär findet seine etymologische Herkunft in dem lateinischen Wort für Münze (moneta) und bedeutet „finanziell, das Geld betreffend“. Es bezeichnet somit im Allgemeinen geldliche und finanzielle Werte.

Das Wort ist im alltäglichen Sprachgebrauch sinngemäß anwendbar. Man verwendet es üblicherweise, wenn besonders in den Vordergrund gestellt werden soll, dass es sich ausschließlich um geldliche und nicht um vergleichbare Werte handelt.

Monetäre Anreize können einen Ansporn zu mehr Leistung im beruflichen Alltag darstellen.

Zur Stabilisierung der Region wurden fiskalische und monetäre Mittel eingesetzt.

Monetär sind wir derzeit gut aufgestellt.

Inzwischen ist eine neue Elite entstanden, die sich über viele Länder verteilt und auf kultureller Ebene austauscht. Für diese Menschen hat Luxus nichts mehr mit monetären und materiellen Werten zu tun – ihnen geht es um kulturelle Relevanz.
–  Gabriele Fischer, Wolf Lotte (2006), Ehrlichkeit ist auch eine Strategie, brand eins 04/2006

evident

Das Adjektiv evident leitet sich von dem lateinischen Adjektiv evidens ab und bedeutet soviel wie augenscheinlich. Es beschreibt etwas, das klar auf der Hand liegt.

Ein evidenter Sachverhalt ist unmittelbar und ohne Schwierigkeit erkennbar. Das Wort lässt sich somit alltäglich für die Betonung der Offensichtlichkeit eines Sachverhalts oder eines Zustandes verwenden, insbesondere auch um deutlich zu machen, dass man weitere Diskussion für überflüssig hält.

Dein Engagement in dem neuen Projekt ist aufgrund deines Nichterscheinens bei der Arbeit evident unzureichend.

Irgendwann werde etwas so evident, dass sich daraus ein neuer Trend ableiten ließe.
Schönherr K. (2011), Vorraussagen was angesagt ist, Zeit-Online 23.12.2011

Mit dieser Geistesverfassung von froher, überschäumender Kraft ging man an die Lösung der letzten Aufgabe, die Ideen von Gott, Freiheit und Unsterblichkeit so evident zu machen, wie es ein mathematischer Lehrsatz war, denn alles war ja mathematisch erkennbar.
– Paul Ernst (1935), Ein Credo.

polemisch

Bedeutung

Wenn eine Argumentation polemisch ist, dann ist sie unsachlich, aggressiv und überspitzt. Das Wort stammt von dem gleichbedeutende Adjektiv polémique aus dem Französischen ab, welches wiederum auf polemikós (kriegerisch) aus dem Griechischen zurückzuführen ist.

Man sagt, Auseinandersetzungen und Diskussionen mit politischem, literarischem oder wissenschaftlichem Hintergrund gleiten ins Polemische ab, wenn eine persönliche und unsachliche Ebene erreicht wird. Somit lässt sich das Wort verwenden, um jemanden auf diesen Missstand seiner Argumentation aufmerksam zu machen.

Aussprache

Hörbeispiel: Aussprache anhören
Lautschrift (IPA): [poˈleːmɪʃ]

Verwendungsbeispiele

Ihre Ausführungen für die Durchsetzung ihrer Ziele der Autofreien Zone haben das Kernthema gänzlich verlassen. Ihre polemische Argumentation bringt uns nicht weiter.

Dühring hat Helmholtz geradezu besudelt; und es braucht wohl kaum gesagt zu werden, daß Einstein diese Art einer polemischen Beweisführung verabscheut;
– Alexander Moszkowski (1922), Einstein – Einblicke in seine Gedankenwelt.

Nun, das liegt nicht in meiner Absicht. Der Anschein entstand wahrscheinlich daraus, daß ich in meiner polemisch angelegten Darstellung die unausgebildeten ärztlichen Analytiker für noch gefährlicher erklären mußte als die Laien.
– Sigmund Freud (1926), Die Frage der Laienanalyse.

Grammatik und Flexion

Steigerung

Positiv Komparativ Superlativ
polemisch polemischer am polemischsten

Starke Deklination

Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ
Maskulin polemischer polemischen polemischem polemischen
Femininum polemische polemischer polemischer polemische
Neutrum polemisches polemischen polemischem polemisches
Plural polemische polemischer polemischen polemische

Schwache Deklination

Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ
Maskulin der polemische des polemischen dem polemischen den polemischen
Femininum die polemische der polemischen der polemischen die polemische
Neutrum das polemische des polemischen dem polemischen das polemische
Plural die polemischen der polemischen den polemischen die polemischen

Gemischte Deklination

Nominativ Genitiv Dativ Akkusativ
Maskulin kein polemischer keines polemischen keinem polemischen keinen polemischen
Femininum keine polemische keiner polemischen keiner polemischen keine polemische
Neutrum kein polemisches keines polemischen keinem polemischen kein polemisches
Plural keine polemischen keiner polemischen keinen polemischen keine polemischen